Glossar

Unser Glossar erklärt Ihnen ausführlich Begriffe zu den Themen Wärmepumpe, Lüftungen, Heizungen, Erdwärme, Klimaanlagen, Energiesparen, Solaranlagen, Passivhäuser, Niedrigenergiehäuser und vieles mehr.

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Anthropogene Klimaeinflüsse
Alle vom Menschen beeinflusste, verursachte oder hergestellte Einflüsse auf das Klima.

Abgasverluste
Bei der Verbrennung von Öl oder Gas im Heizkessel kann die eingesetzte Energie nicht ohne Verluste an das Heizsystem abgegeben werden. Die warmen Abgase, die über den Schornstein in die Atmosphäre entweichen, enthalten eine verhältnismäßig große Wärmemenge, die als Abgasverlust bezeichnet wird. Der Schornsteinfeger stellt bei seiner jährlichen Emissionsmessung fest, ob die Verbrennungsqualität und der Abgasverlust bei Brennerbetrieb den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Er prüft, ob der Brenner funktioniert und die Anlage sicher ist. Selbst wenn er Ihnen einwandfreie Werte bescheinigt, sagt das nur wenig über die tatsächliche Energieausnutzung des Wärmeerzeugers (Norm-Nutzungsgrad) aus, da diese maßgeblich auch durch die Höhe der Oberflächenverluste beeinflusst wird.

Abluft
Die aus einem Raum abströmende bzw. abgesaugte warme („ge-/verbrauchte“) Luftmenge (vom Raum aus betrachtet). Die Abluftmenge wird in m³/h abgegeben.

Abluft-Raum
Abluft-Räume in der Lüftungstechnik sind Räume, in denen Energie direkt oder latent (d. h. in Form von Feuchte) anfällt, z. B. Küche, Bad, Dusche, WC, Vorratskammer, Waschküche, etc. und die einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zugeführt wird.

Absolute Feuchte
Die absolute Feuchte bezeichnet den Wasserdampfgehalt der Luft in g/kg (g Wasser je kg trockener Luft). In der Luft befindet sich immer eine gewisse Masse an Wasser. Diese Masse bleibt bei Erwärmung oder Abkühlung der Luft konstant, ändert sich also im Gegensatz zur relativen Feuchte nicht, solange kein Wasser hinzukommt (z.B. durch schwitzende Personen) oder entfernt wird (z.B. durch Kondensation).

Absorber
Der Absorber ist eine dunkel eingefärbte Metall- oder Kunststoffplatte mit einem Rohrregister auf dessen Rückseite. Einfallendes Licht trifft auf die Beschichtung, wird in Wärme umgewandelt und über das Kupferblech an das Wärmeträgermedium im Rohrregister abgegeben.

Absorption
Umwandlung von Sonnenstrahlen in Wärme beim Durchgang durch Materie oder beim Auftreffen auf einen Körper.

Anthropogene Klimaeinflüsse
Alle vom Menschen beeinflusste, verursachte oder hergestellte Einflüsse auf das Klima.

Abtauung
Beseitigung der Vereisungen, die sich durch den Wärmeentzug aus der Aussenluft und der damit verbundenen Ausscheidung von Kondensat am Verdampfer einer Luft/Wasser Wärmepumpe bildet.

Aktive Kühlung mit Heizungs-Wärmepumpen
Kühlung durch Prozessumkehr einer Wärmepumpe; durch Umschalten des Kältekreises über ein Vierwege-Umschaltventil, kann die Wärmepumpe als Kühlmaschine betrieben werden kann.

Anlagen-Aufwandszahl eP
Die Anlagen-Aufwandszahl kennzeichnet den Primärenergiebedarf einer Anlage, der benötigt wird, um den Jahres-Heizwärmebedarf eines Gebäudes zu decken. Die Anlagen-Aufwandszahl wird in einer Verhältniszahl ausgedrückt. Sie ist der Kehrwert der Wirkungsrade von anlagentechnischen Einzelkomponenten. Je niedriger die Anlagen-Aufwandszahl ist, um so effizienter arbeitet das System. Die Ermittlung der Anlagen-Aufwandszahl ist in der DIN 4701 Teil 10 festgelegt.

Aqua-Platine
In der Aqua-Plantine sind die Rohrleitungen auf der Geräterückwand verlegt. Sie sind unempfindlich gegen Ablagerungen aus dem Heizkreis und ermöglichen dadurch eine gute Entlüftung.

Aufdachkollektor
Kollektor der außen am Dach, auf Flachdächern, am Boden oder an Sonderkonstruktionen montiert wird.

Ausdehnungsgefäß
Nimmt die beim Aufheizen auftretende Volumenausdehnung der Solarflüssigkeit auf sowie im Stillstandsfall den Flüssigkeitsinhalt des Kollektors.

Außenluft
Umgebungsluft, oft auch als Frischluft tituliert, die auf jeden Fall mit Sauerstoff angereichert ist und für das Wohlbefinden und die Behaglichkeit in Räumen unabdingbar ist. In Häusern ohne Lüftungsanlage üblicherweise durch Fensterlüftung ins Haus geholt.

Außen- und Fortluftöffnungen
Außenluftansaug- und Fortluftaustrittsöffnungen werden so angeordnet, dass keine unmittelbare Wiederansaugung (Rezirkulation) auftritt. Bei längeren Ansaugwegen sollte ein Filter nahe der Ansaugöffnung integriert werden.

Außeneinheit
In der Außeneinheit wird die Wärme des gasförmigen Kältemittels an die Außenluft abgegeben.

Außentemperaturgeführte Regelung
Die Vorlauftemperatur des Heizmediums wird in Abhängigkeit der Außentemperatur geregelt. Der Zusammenhang zwischen momentan herrschender Außentemperatur und der zu wählenden Vorlauftemperatur bildet die am Regelgerät eingestellte Heizkennlinie. Sie ordnet jeder Außentemperatur eine Vorlauftemperatur für eine angemessene Wärmelieferung zu.

Azimutwinkel
Gibt an, um wie viele Grade die Flächen von Moduloder Kollektor von der exakten Südausrichtung abweichen. Optimal sind Solaranlagen mit einem Azimutwinkel von
etwa 0° C.

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Behaglichkeit
Behaglichkeit ist das definierte Toleranzfeld der Raumluftkonditionen. Die Behaglichkeit wird wesentlich durch Lufttemperatur, Luftfeuchte, Luftgeschwindigkeit und Temperatur der Raum-Umschließungsflächen bestimmt. Nur wenn diese Werte sich in bestimmten Grenzen bewegen, wird das Raumklima vom Menschen als behaglich empfunden. Dabei spielen z.B. auch die Kleidung und der Aktivitätsgrad des Menschen eine Rolle. Ein körperlich schwer arbeitender Mensch mag es in der Regel etwas kühler.

Betriebstemperatur
Früher arbeiteten Wärmeerzeuger meist mit einer konstanten Betriebstemperatur, unabhängig von der Außentemperatur. Die Vorlauftemperatur der Heizung wurde durch Beimischung von abgekühltem Rücklaufwasser erreicht. Moderne Heizungen werden nur mit der Temperatur betrieben, die gerade notwendig ist, um die gewünschten Raumtemperaturen zu erreichen. Mit Hilfe der witterungsgeführten Regelung passt sich die Heizleistung stufenlos dem aktuellen Wärmebedarf an.

Biomasse
Bezeichnet die Gesamtheit der Masse an organischem Material in einem definierten Ökosystem, das biochemisch synthetisiert wurde. Sie enthält also die Masse aller Lebewesen, der abgestorbenen Organismen (Detritus) und die organischen Stoffwechselprodukte. Etwa 60% der Biomasse der Erde wird durch Mikroorganismen dargestellt. In unserem Fall bedeutet Biomasse ausschließlich alle Formen an Holzbrennstoffen wie Scheitholz, Hackgut, Pellets und Holzbriketts sowie Rinde und Säge-Nebenprodukte.

Bivalent
Das Gegenteil von monovalent: Bei der bivalenten Betriebsweise produzieren zwei Wärmeerzeuger die benötigte Heizenergie.

Bivalente Heizungen
Bivalente Heizungen können mit zwei verschiedene Energiearten wie Erdgas, Holzpellets oder Solarenergie beheizt werden.

Boiler
Ein mehrere hundert Liter fassender Behälter zur Speicherung von warmem Wasser, da die Sonnenenergie meist nicht sofort verbraucht werden kann. Die gespeicherte Sonnenwärme deckt üblicherweise den Warmwasserbedarf von mehreren Tagen.

Brennwert
Gibt die Wärmemenge eines Brennstoffes an, die bei der Verbrennung und anschließender Abkühlung der Verbrennungsgase auf 25° C erzeugt wird.

Brennwerttechnik
Die Brennwerttechnik nutzt nicht nur die Wärme, die als messbare Temperatur der Heizgase bei der Verbrennung entsteht (Heizwert), sondern auch zusätzlich deren Wasserdampfgehalt (Brennwert). Brennwertkessel sind in der Lage, die in den Abgasen enthaltene Wärme fast vollständig zu entziehen und zusätzlich in Heizwärme umszusetzen und zu nutzen. Die Brennwertkessel verfügen über Hochleistungs-Wärmetauscher, die die Abgase bevor sie durch den Schornstein entweichen soweit abkühlen, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf gezielt kondensiert und die freigesetzte Kondensationswärme zusätzlich auf das Heizsystem überträgt. Mit dieser Technologie erreicht ein Gas-Brennwertkessel einen Norm-Nutzungsgrad von bis zu 109%, ein Öl-Brennwertkessel bis zu 104%. Brennwertkessel arbeiten dadurch besonders energiesparend, was sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schont.

Brennwertkessel
Sind in der Lage, die in den Abgasen enthaltene Wärme fast vollständig zu entziehen und zusätzlich in Heizwärme umzusetzen und zu nutzen.

Bypass
Führung eines Nebenstromes, getrennt von einem Hauptstrom; auch Kurzbegriff für „Bypassleitung“. Beispielsweise wird oftmals Frischluft am Wärmetauscher vorbeigeführt.

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Dachintegration
Bei dieser Montagevariante werden statt der Ziegeln beim Dachdecken Kollektorwannen in die Dachfläche integriert. In diese Wannen lassen sich die Sonnenkollektoren einklicken. Die Kollektoren sind dann unabhängig von weiteren Arbeiten - auch zu einem späteren Zeitpunkt - montierbar. Sie bietet sich bei Neubauten oder bei gleichzeitiger Dachflächenerneuerung an.

Dezentrale Versorgung
Form der Warmwasserversorgung. Alle Zapfstellen im Haus werden über eigene Geräte mit warmem Wasser versorgt.

Diffuse Strahlung
Sonneneinstrahlung bei bedecktem oder bewölktem Himmel oder bei Nebel.

Drain-Back-System
Das Drain-Back-System ermöglicht ein automatisches Befüllen und Entleeren der Solaranlage. D. h., beim Stillstand der Solarkreis-Umwälzpumpe fließt das Wärmeträgermedium aus den Sonnenkollektoren und den Rohrleitungen in einen Rückflussbehälter. So wird Einfrieren und Überhitzung vermieden. Als Wärmeträgermedium kann Wasser eingesetzt werden.

Durchlaufsystem
Verfahren zur Warmwasserbereitung, bei dem das Wasser erwärmt wird, während es durch das Gerät fließt. Die maximale Zapfmenge steht sofort zur Verfügung, also ohne Wartezeit oder Unterbrechung für das Aufheizen.

Dynamische Kühlung
Kühlung mit Kühlmitteltemperaturen unterhalb des Taupunktes durch den Einsatz Gebläsekonvektoren (Zwangskonvektion). Die Temperaturen der Kühlflächen liegen deutlich unter der Raumtemperatur und entfeuchten durch Kondensation die Raumluft.

E [NACH OBEN]

Elektrischer Strom
Elektrischer Strom hat, ebenso wie Festbrennstoffe, für die Vollbeheizung eine nur relativ geringe aber bislang stabile Marktposition. Er wird zur Vollbeheizung meist in Verbindung mit Speicher-Heizsystemen eingesetzt. Bivalent auch mit Wärmepumpensystemen. Einen größeren Einsatzbereich bildet die Trinkwassererwärmung bei dezentraler Versorgung.

Emission
Das Ausströmen fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe aus Anlagen oder technischen Abläufen, die die Luft, das Wasser oder andere Umweltbereiche verunreinigen.

Energiebilanzregler
Die Regelung der Wärmepumpe, die den Wärmekreisprozess, Heizung und Warmwasserbereitung mikroprozessorgestützt regelt.

Energiebilanz
Rechnerische Grundlage für einen möglichst rationellen Einsatz von Energie. Dabei wird der Aufwand an Primärenergie der letzlich verfügbaren Nutzenergie gegenübergestellt. Die Nutzung von Solarenergie ist in jeder Energiebilanz von Vorteil, weil die Energiequelle kostenlos zur Verfügung steht.

Energiekorb (EWTS)
Diese Erdwärmetauschersonden (EWTS) dienen der Erschliessung der Wärmequelle Erde für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, wenn weder genügend Fläche für einen Flachkollektor da ist, noch die Bodenbeschaffenheit in größerer Tiefe Erdwärmesonden zulässt. Für die EWTS ist eine Mindesttiefe von ca. 5 m erforderlich. Die Anzahl der EWTS richtet sich nach der WP-Anlagenleistung und der Bodenqualität. Der jeweilige Abstand zwischen zwei EWTS sollte mind. 5 m betragen. Wie auch beim Flachkollektor und der Erdwärmesonde zirkuliert hier Sole in den entsprechenden Kunststoffrohren.

Energieträger
Energieträger sind Rohstoffe, aus denen Nutzenergie gewonnen werden kann. Rohstoffe wie Kohle, Biomasse oder Rohöl aber auch Sonnenenergie sind Primärenergieträger, Strom oder Benzin dagegen sind Sekundärenergieträger.

Entfeuchten
Verringern der absoluten Luftfeuchte.

Enthalpie
Aus dem Griechischen enthálpein -> 'darin erwärmen'. Enthalpie ist der Wärmeinhalt eines Trägermediums z.B. Luft, gekennzeichnet durch die Temperatur und den Feuchtegehalt. Die spezifische Enthalpie wird in J/kg angegeben.

Erdsonde
Senkrecht und tief in den Boden verlegter Kollektor, der Erdwärme sammelt.

Erdwärmesonde
Zur Erschließung der Wärmequelle Erde für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erforderlich, wenn nicht genügend Fläche für einen Flachkollektor vorhanden ist. Dann geht man eben in die Tiefe. Anzahl und Tiefe der Erdwärmesonden richtet sich nach der WP-Anlagenleistung und der Bodenqualität. Wie auch beim Flachkollektor und dem Energiekorb zirkuliert hier Sole in den entsprechenden Kunststoffrohren.

Erdwärmetauscher
Er bildet eine gute Ergänzung zur zentralen Lüftungsanlage: Das Prinzip beruht auf der geothermischen Nutzung der tiefen Bodenschichten. Durch die Vorerwärmung der Außenluft im Winter werden die Heizkosten reduziert, und der Wärmetauscher des Lüftungsgerätes wird vor dem Vereisen geschützt. Im Sommer wird die Temperatur der Außenluft durch den Erdwärmetauscher abgesenkt, wodurch ein angenehmer Kühleffekt im Wohnraum entsteht. Als Material für Erdwärmetauscher kommen nur witterungsbeständige, ungiftige, korrosionssichere und flanschdichte Werkstoffe mit glatten Rohrinnenseiten in Betracht.

Erneuerbare Energie
Sammelbegriff für diejenigen Energiequellen, die nach menschlichen Zeitmaßstäben unendlich lange zur Verfügung stehen: Sonnenenergie, Erdwärme, Gezeitenkraft und Biomasse.

EUROSOLAR
EUROSOLAR ist eine gemeinnützige Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien.

Expansionsventil
Auch kurz Ex-Ventil genannt. Dient zur definierten Druckabsenkung im Kältemittelkreislauf zwischen Hochdruck-Seite (Verflüssiger) und Niederdruck-Seite ( Verdampfer). Regelt auch die Kältemittelmenge, die leistungsabhängig in den Verdampfer einströmen darf.

F [NACH OBEN]

Fernwärme
Wenn die Wärme an einem bestimmten Ort zentral in einem Heizkraftwerk erzeugt, und an mehrere entfernte Gebäude verteilt wird, so spricht man Fernwärmeversorgung.

Fensterlüftung
Auch Querlüftung genannt. Beschreibt die Tatsache, daß bei Häusern ohne Lüftungsanlage nur durch Fenster öffnen und damit eine relativ undefinierte Querlüftung eine ausreichende Luftwechselrate sichergestellt werden kann.

Feuchtekonditionierung
Feuchtekonditionierung bezeichnet die Befeuchtung oder Trocknung der Luft zur Einhaltung bestimmter relativer Feuchtewerte und Toleranzen. Da die absolute Feuchte der Außenluft jahreszeitlich stark schwankt, ist in manchen Bereichen eine Feuchtekonditionierung der Zuluft erforderlich, um behagliche Raumluftzustände zu erreichen oder z.B. für industrielle Prozesse geforderte Feuchtewerte zu gewährleisten.

Filter
Filter werden eingebaut, um zu verhindern, dass die Verunreinigungen der Außenluft ins Gebäude gelangen und um das Lüftungsgerät selbst vor Verschmutzung zu schützen. Analysen haben gezeigt, dass sich Verunreinigungen wie Rußpartikel, Rauch, Metallstaub, Pollen, Viren und Bakterien in der Luft befinden. Die Partikelgrößen variieren in Größen unter 1 m bis hin zu Fasern, Laub und Insekten. Die Filter werden nach ihrer Fähigkeit Partikel aus der Luft herauszufiltern (Abscheidegrad) eingeteilt. Grobfilter (G1-G4), Feinfilter (F5-F6), Feinstfilter (F7-F9)

Flachdachmontage
Bei der Flachdachmontage werden die Sonnenkollektoren auf Flachdachständern montiert. Diese wiederum werden auf einer Bautenschutzmatte zum Schutz der Dachhaut aufgestellt und mit Betonmatten beschwert.

Flachkollektor
Der Absorber ist hier in einem flachen, wärmegedämmten Gehäuse untergebracht, das mit einer Glasplatte verschlossen wurde.

Fortluft
Die Luft, die nachdem sie durch den Wärmeaustauscher einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung geführt wurde, ins Freie befördert wird.

Fotovoltaikanlage (Photovoltaik)
In einer Fotovoltaikanlage auch Solarstromanlage genannt, findet die direkte Umwandlung von Sonnenenergie ohne Umwege über Energiezwischenträger wie z. B. Wasser oder Dampf in elektrische Energie statt. "Direkt" bedeutet: ohne einen Umweg. Die Beschäftigung in diesem Gebiet der Energiewandlung nennt man Fotovoltaik.

Frischluftheizung
Kombinierte Heizung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Der Abluft wird die Wärme entzogen und wieder dem Luft-Heizkreislauf zugeführt.

Fugenlüftung
Unkontrollierte Lüftung über baulich bedingte Fugen, z. B. Fenster und Türen, durch Wind- und Temperaturunterschiede.

Funktionsmodul
Aus einzelnen Funktionsbausteinen (modular) aufgebaute Regelgeräte verfügen über ein Zentral- und ein Controllermodul, welche die eigentlichen Regelungs-, Steuerungs- und Überwachungsaufgaben, wie z.B. die Ansteuerung des Brenners, übernehmen. Um die Regelung den Gegebenheiten der Heizungsanlage (Einbindung einer Solaranlage, zusätzlicher Heizkreis für eine Fußbodenheizung) anzupassen, können ergänzend Funktionsmodule mit entsprechenden Regelfunktionen eingesetzt werden.

Fußbodenheizung
Heizsystem, bei dem anstelle von Heizkörpern der Fußboden als Heizfläche dient. Dadurch entsteht eine besonders günstige Wärmeverteilung im Raum. Fußbodenheizungen arbeiten mit relativ niedrigen Betriebstemperaturen (Vorlauftemperatur ca. 40 °C). Sie eignen sich daher besonders für den Einsatz energiesparender Niedertemperaturtechnik, vor allem mit Brennwertnutzung.

G [NACH OBEN]

Gebläsekonvektoren
Gebläsekonvektoren dienen zum Heizen und Kühlen kleiner und mittlerer Räume, wie Büros, Sitzungszimmer, Schulklassen, Wohnzimmer, kleinerer Säle, Restaurants usw. Sondervarianten verfügen auch über einen zusätzlichen Luftanschluss, vereinzelt auch mit Luft/Luft-Wärmetauscher zum Lüften des betreffenden Raumes. Gebläsekonvektoren verfügen über einen flachen Aufbau. Sie bestehen aus Ventilator, Wärmetauscher, Filter und Verkleidung. Die Ventilatoren können über Stufenschalter mit mehreren Drehzahlen betrieben werden, somit ist ein gutes Anpassen der Luftleistung an die jeweiligen Betriebsbedingungen möglich.

Geothermie
Die Geothermie, auch Erdwärme genannt zählt zu den regenerativen Energien und ist die in dem oberen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie die entzogen und genutzt werden kann. Sie kann sowohl direkt zum heizen, oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung zur Erzeugung von elektrischem Strom genutzt werden.

Globalstrahlung
Bezeichnet die auf eine horizontale Fläche auf der Erde treffende Sonneneinstrahlung. Sie setzt sich aus der direkten Strahlung und der Reflektionsstrahlung, z. B. von Schneefeldern, zusammen.

Graue Energie
Als Graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für die Herstellung, den Transport, die Lagerung, die Entsorgung, einer erbrachten Dienstleistung, eines Produktes aufgebracht werden muss.

H [NACH OBEN]

Heat-Pipe-Wärmeaustauscher (Wärmerohr)
Zu Deutsch "Wärme-Rohr". Vorwiegend handelt es sich um einen handelsüblichen Rippenrohr-Wärmeaustauscher, in dem ein Kältemittel verdampft und verflüssigt. Die "warme" Abluft strömt im unteren Bereich über die Heat-Pipe und lässt das Kältemittel verdampfen. Im oberen Bereich strömt "kalte" Aussenluft über die Heat-Pipe und die Flüssigkeit kondensiert und rinnt infolge Schwerkraft an der Wandung wieder nach unten. Der Kreislauf kann erneut beginnen bzw. ist eben permanent in Betrieb. Somit wird die Aussenluft vorgewärmt und die Abluft abgekühlt. Das System funktioniert umso besser, je größer die Temperaturdifferenz zwischen kalter und warmer Seite ist. Und funktioniert nur so, daß die Aussenluft vorgewärmt werden kann. Eine Prozessumkehr - zum Kühlen der Aussenluft - ist nicht möglich.

Heatpipe-Prinzip
Der Begriff "Heatpipe-Prinzip" beschreibt ein Konstruktionsprinzip von Sonnenkollektoren. Beim Heatpipe-System wird die Röhre nicht direkt vom Solarmedium durchströmt. In einem speziellen Absorber zirkuliert ein Trägermedium, das bei Sonneneinstrahlung verdampft und die Wärme über einen Wärmetauscher an das Solarmedium abgibt.

Heiz-/Kühlregister
Meist werden zur Erwärmung/Kühlung von Luft Rippenrohr-Register verwendet. Diese bestehen aus Rohren (überwiegend aus Kupfer) mit aufgezogenen Lamellen (überwiegend aus Aluminium), die den Wärmeübergang begünstigen. In den Rohren fließt das Heiz- oder Kühlmedium wie z.B. Heizwasser, Dampf, Kaltwasser, Sole oder Kältemittel. Nach einem Kühlregister wird meist ein Tropfenabscheider angeordnet, der die Wassertropfen aus der Luft entfernt, die bei Abkühlung der Luft unter den Taupunkt entstehen.

Heizgerät

Ein Heizgerät ist ein Wandgerät, das für den reinen Heizbetrieb vorgesehen ist. Diese Geräte können zusätzlich mit einem Speicher-Wassererwärmer für die Trinkwassererwärmung kombiniert werden.

Heizgrenze
Das Bedürfnis nach Heizwärme entsteht, wenn die mittlere Tages-(Außen)temperatur für mehrere Tage unter etwa +15°C absinkt. Diese Temperatur bildet die Heizgrenze.

Heizkessel
Im Heizkessel wird die Brennstoffenergie in nutzbare Wärme umgesetzt und an das Kesselwasser übertragen. Moderne Kessel sind eine Funktionseinheit (Unit), bestehend aus dem Kesselkörper mit Wärmetauscherflächen, Brennraum und Wasserfüllung, dem Öl- oder Gasbrenner sowie der regeltechnischen Ausstattung. Platzierung des Heizkessels Bodenstehende Heizkessel und solche mit Verbrennungsluft-Versorgung direkt aus der Umgebung benötigen in der Regel einen eigenen Heiz- oder Technikraum für ihre Aufstellung. Ab 50 kW Wärmeerzeugerleistung muss dieser auch eine Reihe von Auflagen erfüllen. Wandhängende Geräte können wahlweise raumluftunabhängig und damit auch innerhalb des Wohnbereichs installiert werden. Sie sind außerordentlich flexibel einsetzbar und machen einen eigenen Heizraum und sogar Schornstein überflüssig. Vorzüge eines Heizraums Allerdings bietet ein Heizraum, wie auch der Schornstein, Vorzüge, die insbesondere auf längere Sicht sehr wertvoll sein können. So sind kostengünstige raumluftabhängige Wärmeerzeuger beliebiger Brennstoffarten einsetzbar. Bei raumluftunabhängig betriebenem Wärmeerzeuger ist der Aufstellraum auch anderweitig, z.B. als Hobbyraum, nutzbar. Auch bietet der Aufstellraum den Vorteil, dass eventuell gewünschten, solaren Systemerweiterungen keine Grenzen gesetzt sind. Hinzu kommt, dass hier weder Geräuschentwicklungen noch Servicearbeiten am Heizkessel stören.

Heizkreis
Ein oder mehrere Heizkörper bilden mit den dazugehörigen Komponenten wie Pumpe, usw. einen Heizkreis - gleiches gilt auch für die Fußbodenheizung. So werden z. B. beim Einfamilienhauses, in welchem sowohl Heizkörper als auch ein Fußbodenheizungssystem zum Einsatz kommen, die Heizkörper zu einem Heizkreis zusammengefasst und die Fußbodenheizung, die mit niedrigeren Temperaturen betrieben wird, zu einem zweiten Heizkreis.

Heizkurve
Um an kalten Tagen mehr Heizleistung übertragen zu können, müssen die Heizkörper höher temperiert sein als an milden Tagen. Dieser Zusammenhang von Außentemperatur und Heizflächentemperatur wird als "Heizkurve" bezeichnet.

Heizkörperarten
Heizkörper lassen sich hinsichtlich der Form der Wärmeabgabe in Konvektoren und Radiatoren unterscheiden.

Heizmedium
Ein Heizmedium ist ein für die Erwärmung der Luft in Wärmetauschern erforderliches Heizmittel, in der Regel zentral erwärmtes Heizwasser, manchmal auch noch Dampf. Das Heizwasser kann von Wärmepumpen erzeugt und mit Pumpen und Rohrleitungen zum Heizregister und wieder zurück gefördert werden.

Heizöl
Heizöl bezeichnet man den flüssiger Brennstoff der aus den schwer entflammbaren Anteilen des Erdöls hergestellt wird. Man unterscheidet zwischen schwerem Heizöl und leichtem Heizöl. Leichtes Heizöl wird z.B. für Heizungen verwendet. Schweres Heizöl muss vorgewärmt werden.

Hochselektive Beschichtung
besteht aus galvanisch aufgebrachten hauchdünnen Beschichtungen. Sie ermöglichen die Aufnahme eines hohen Anteils der kurzwelligen Sonnenstrahlung und deren Umwandlung in Wärme bei gleichzeitiger Reduktion der Abstrahlung der langwelligen Wärmestrahlung des Absorbers.

Holzhackschnitzel
Hackschnitzel dienen als Brennstoff für Hackschnitzelheizungen und bestehen aus groben Sägeabfällen/Hobelspänen.

Holzpellets
Holzpellets sind das Brennmaterial einer Pelletheizung. Sie haben die Form eines Holzdübels und werden gewonnen, indem Hobelspäne oder Sägespäne ohne Zugabe chemischer Bindemittel unter hohem Druck durch eine Stahlmatrize gepresst werden.

Hypocaust
Ein Hypocaust ist eine Art Fußbodenheizung bei der heiße Luft durch Hohlräume einer massiven Fußbodenkonstruktion geleitet wird. Früher wurde die Wärme durch Feuer erzeugt, heute wird die Luft durch Solarenergie erwärmt.

I [NACH OBEN]

Immission
Immission wird Überwiegend im Bereich des Umweltschutzes benutzt. Man bezeichnet die Eintritte von Schadstoffe in die Luft als Schadstoffimmissionen. Heizungen, Autos etc. nennt man Emittenten. Die Grenzwerte wird vom Bundesimmissionsschutzgesetz festgelegt.

Indachkollektor
Ein in die Dachhaut integrierter Kollektor.

Indirekt beheizter Warmwasserspeicher
Speicher zur komfortablen Versorgung mit warmem Trinkwasser. Der Speicher wird zusammen mit einer Heiztherme oder einem Heizkessel eingesetzt. Der Speicher hat keine eigene Wärmequelle. Das Warme Wasser wird von der Heizung erwärmt.

Inneneinheit
In der Inneneinheit eines Klimasystems nimmt das flüssige Kältemittel die Raumwärme auf, verdampft dabei und transportiert die Raumwärme zur Außeneinheit.

j [NACH OBEN]

JetFlow-System
Das JetFlow-System lenkt das kühle Heizungsrücklaufwasser gezielt durch den ganzen Heizkessel. Dadurch entstehen im hinteren Bereich des Heizkessels keine kalten Zonen und kein Schwitzwasser - die Kesselwassertemperatur bleibt auch an den kritischen Stellen über der Taupunkttemperatur. Zusätzlich werden durch die gleichmäßige Temperaturverteilung Spannungsrisse der Gussglieder verhindert.

K [NACH OBEN]

k-Wert
Kennzahl für den Wärmedurchgang an Bauteilen: Je kleiner der k-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung, und desto geringer sind die Wärmeverluste durch Transmission. Der k-Wert ist deshalb wichtig für die Berechnung des Wärmebedarfs und für die Auslegung der Heizung.

KG-Rohr
Standard-Kunststoff-Rohr, das üblicherweise in der häuslichen Abwasser-Entsorgung verwendet wird. In der Lüftungstecnik auch als Basis-Material für den sog. Erd-Wärmetauscher eingesetzt.

Kilowatt
Einheit für Leistung, Energie- und Wärmestrom. Die Nennwärmeleistung von Heizkesseln wird in Kilowatt angegeben. Es gilt folgende Beziehung: 1 Kilowatt (kW) = 1000 Joule pro Sekunde (J/s).

Kollektor
Wandelt die Sonnenstrahlung mittels eines Absorbers in Wärme um, die für Heizung, Brauchwassererwärmung oder zur thermischen Belüftung genutzt werden kann. Der Kollektor ist neben dem Speicher und der Regelung der wichtigste Bestandteil einer thermischen Solaranlage.

Kombigerät
Ein als Wandgerät ausgeführter Wasserheizer, der sowohl zur Raumheizung als auch zur Trinkwassererwärmung eingesetzt wird, wobei das Trinkwasser im Durchlauferhitzerprinzip erwärmt wird.

Kombispeicher
Kombispeicher bestehen aus zwei Speichern, einem Pufferspeicher und einem - im oberen Bereich des Puffer-Speichers integrierten - Warmwasser-Speicher. Anstelle des Warmwasser-Speichers kann auch eine Heizspirale integriert sein, die das Wasser im Durchfluss erwärmt. Einsatzgebiet von Kombispeichern ist z. B. die kombinierte solare Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Funktionsweise eines Kombispeichers Der Kombispeicher ist mit dem Heizkessel und der Solaranlage verbunden. Der Pufferteil des Kombispeichers beinhaltet das Heizwasser des Heizkreislaufs. Im unteren Bereich des Kombispeichers ist der Solarwärmetauscher angeordnet. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung fließt die Wärmeträgerflüssigkeit der Solaranlage durch diesen Wärmetauscher und erwärmt das Heizwasser im Pufferteil des Speichers. Dieses wiederum gibt die Wärme an den Warmwasser-Speicher bzw. an die Heizspirale weiter. Sollte nicht genügend solare Wärme zur Verfügung stehen, wird der Heizkessel zugeschaltet. Wird hingegen mehr solare Wärme erzeugt, als für die Trinkwassererwärmung benötigt, wird diese bei Bedarf an den Heizkreislauf abgegeben.Durchlauferhitzerprinzip.

Kombiwasserheizer
Ein Kombiwasserheizer ist ein Wandgerät (Therme), das sowohl für die Raumheizung als auch für die Trinkwassererwärmung eingesetzt wird. Die Trinkwassererwärmung erfolgt im Durchlauferhitzerprinzip.

Komplettstation
Die für den Anschluss aller Sicherheits- und Regeleinrichtungen einer Solaranlage notwendigen Bauteile sind in einer montagefertigen Einheit, der Komplettstation, zusammengefasst. Hierzu gehören die Solarkreispumpe, Schwerkraftbremse, Sicherheitsventil, Manometer, im Vor- und Rücklauf je ein Kugelhahn mit integriertem Thermometer, Durchflussmengenbegrenzer.

Kondensation
Es gibt zwei Arten von Kondensation: a) Wasserabscheidung aus der Luft an kalten Umgebungsflächen b) Kältemittelverflüssigung im Kälte-Erzeugungsprozess In beiden Fällen wird ein dampfförmiger Stoff so weit abgekühlt, dass er ganz oder teilweise in den flüssigen Aggregatszustand übergeht.

Kranmodulkollektor
Ein großflächiges, anschlußfertiges Modul in der Größe von 4, 6, 8 oder 10 m², das zeitsparend mit dem Kran montiert wird.

Kraft-Wärme-Kopplung
Bei der Kraft-Wärme-Kopplung betriebenen Energieanlage wird durch die chemische oder physikalischen Umwandlung von Energieträgern entstehende Wärme und die durch die Energieumwandlung erzeugte elektrische Energie genutzt. Dadurch wird durch die gleichzeitige Nutzung der Abwärme ein viel höherer Wirkungsgrad erreicht, was wiederum eine Einsparung des Brennstoffes bewirkt.

Kreislaufverbundene Wärmetauscher
Dieser Wärmetauscher besteht aus einem Erhitzerteil in der Zuluft und einem Kühlerteil in der Abluft. Die beiden Register werden mit einem geschlossenen Rohrsystem verbunden, in dem ein Wasser-Glykol-Gemisch zirkuliert. Die Wärme in der Abluft wird über den Flüssigkeitskreislauf zur Zuluft übertragen. Sie werden dort eingesetzt, wo die beiden Luftströme völlig voneinander getrennt sein sollen oder wenn Zu- und Abluftgerät baulich getrennt sind, so dass die Wärme nicht direkt übertragen werden kann. Vorteile sind einfache Regulierung der Wärmeübertragung, keine bewegten Teile im Tauscher und Wärmerückgewinnung auch bei getrennter Montage von Zu- und Abluft. Wirkungsgrad 45 – 60%.

Kältemittel
Medium im hermetisch dichten Kältemittelkreislauf einer Kälteanlage oder einer Wärmepumpe, das durch bestimmte Bauteile ( Verdichter, Expansionsventil) gezielt beeinflusste Druck- und Temperaturänderungen erfährt und dabei Energie aufnehmen und auch wieder abgeben kann.

L [NACH OBEN]

Lamdasonde
Messsonde, die das Verhältnis des Restsauerstoffgehaltes im Abgas zum Luftsauerstoffgehalt bestimmt.

Laminare Luftströmung
Die Zuluft wird großflächig, geschichtet und mit geringer Luftgeschwindigkeit in den Raum eingeblasen. Beimischung von Raumluft zur Zuluft findet kaum statt. Man kann sich die Zuluft als "Kolben" vorstellen, der durch den Raum geschoben wird. Wirbel kommen im Idealfall nicht vor.

Latente Wärme
Die latente Wärme ist der Feuchteanteil (absolut) der Wärmeinhaltsdifferenz zwischen Zuluft- und Abluftvolumenstrom.

Low-Flow-System
In einem solchen System (aus dem Engl. langsam fließen) zirkulieren weniger als 25 l Wärmeflüssigkeit pro m² Kollektorfläche.

Luftkollektor
In diesem Kollektortyp, auch Warmluftkollektor genannt, wird anstelle einer Trägerflüssigkeit Luft als Transportmedium verwendet. Die Sonnenenergie wird in Behältern gespeichert, die z. B. mit Kies gefüllt sind, oder es werden zu trocknende Materialien damit belüftet.

Luftdurchlass
Öffnung im Raum (Wand oder Decke), durch die Luft ab- oder zuströmen kann (z. B. Gitter oder Ventil).

Lüftung
Das Lüften trägt entscheidend zur Wohnhygiene bei. Bspw. werden so Durchfeuchtung und Schimmelbildung verhindert. Je besser Gebäude gedämmte sind umso wichtiger wird eine gute Durchlüftung, denn umso mehr wird der natürliche Luftwechsel verhindert. Weil klassisches Lüften durch Öffnen der Fenster zu hohen Wärmeverlusten führt, werden heute zunehmend Anlagen für die kontrollierte Wohnungslüftung eingebaut. Diese führen die verbrauchte Luft ins Freie und Frischluft in die Räume. Bei diese kontrollierten Lüftung entzieht sie der Abluft die Wärme und wärmt damit die Frischluft an.

Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
In Lüftungsgeräten wird Wärme zurückgewonnen, indem die Wärme von der Abluft auf die Zuluft oder ein anderes Medium übertragen wird. Man unterscheidet Wärmerückgewinnung mit und ohne Wärmepumpenschaltung.

Luftwärmepumpe
Bei Luftwärmepumpen unterscheidet man zwischen Luft-Wasser-Wärmepumpe, diese entzieht der Umgebungsluft über einem Wärmeüberträger Wärme und erwärmt damit Heizungswasser, und der Luft-Luft-Wärmepumpe, diese entzieht der Luft Wärme und stellt sie einem Luft-Heizungssystem zur Verfügung.

M [NACH OBEN]

Mechanische Lüftung
Bei der mechanischen Lüftung werden Ventilatoren zur Luftförderung, örtlich oder mittels Kanalsystem eingesetzt. Im Gegensatz zur natürlichen Lüftung ist immer ein Motor erforderlich, der den Ventilator antreibt und somit den Luftstrom in Gang hält.

Mini-BHKW
Bei einem Mini-BHKW wird überwiegend Erdgas, in einem thermodynamischen Prozess genutzt, um mechanische Energie und daraus elektrischer Strom zu gewinnen. Die Abwärme wird für das Gebäude genutzt.

Mobiles Klimagerät
Mobile Klimageräte können ohne bauliche Veränderungen Räume bis ca. 30 m² kühlen.

monoenergetisch
Betrieb der Heizungsanlage mit der Wärmepumpe und einer weiteren elektrischen Energiequelle (E-Heizstab).

monovalent
Betrieb der Heizungsanlage nur mit der Wärmepumpe.

Montagevarianten für Solarkollektoren
Aufdachmontage Indachmontage Flachdachmontage

MULTI-Split
In einem MULTI-Split-Klimasystem arbeiten bis zu drei Inneneinheiten an einer entsprechend größer dimensionierten Außeneinheit. So kann ein größeres Klimasystem zur Kühlung mehrerer Räume aufgebaut werden.

Multi-Stecksystem
Das Multi-Stecksystem ist ein wesentliches Element der Wandgeräte Vitopend 200, Vitodens 200/300 und Vitoplus 300. Mit dem Multi-Stecksystem werden alle wasserführenden Bauteile mit der Aqua-Platine verbunden und sind auf einfachste Weise zu lösen, so schnell und sicher wie beim Gartenschlauch - ohne spezielles Werkzeug. Dadurch werden Wartung und Service besonders einfach.

N [NACH OBEN]

Nachtabsenkung
Bei der Nachtabsenkung wird die Temperatur zu einer bestimmten Zeit in der man nicht im Haus ist bzw. schläft heruntergeregelt um Energie zu sparen. Je nach Einstellungen lassen sich bis zu 20% Energie sparen.

Nachheizregister
Wenn die Zuluft in der kalten Jahreszeit nicht die gewünschte Temperatur erreicht, kann sie durch sogenannte Nachheizregister aufgeheizt werden, bevor sie in das Gebäude eingeblasen wird.

Nachlaufrelais
Elektronisches Relais, der z. B. einen Lüfter in Bad oder WC nach dem einschalten bzw. aussschalten des Lichtes für eine bestimmte Zeit nachlaufen lässt. Meist ist die Zeit beim Nachlaufrelais einstellbar.

Natürliche Lüftung
Natürliche Lüftung über Fenster oder Schächte unter Ausnutzung der Thermik. Aufgrund des Dichteunterschiedes unterschiedlich warmer Luft steigt warme Luft nach oben, kalte Luft fällt nach unten. Der außen vorhandene Wind unterstützt je nach Stärke und Windrichtung die natürliche Lüftung. Nachteilig ist dabei, dass wegen der naturgegebenen stark schwankenden Temperatur- und Windverhältnisse die sich einstellenden Volumenströme extrem stark variieren und nur in Grenzen beeinflussbar sind.

Nennwärmeleistung
Höchste nutzbare Wärmemenge, die ein Wärmeerzeuger im Dauerbetrieb je Zeiteinheit abgeben kann. Sie ist wichtig für die Planung der Heizungsanlage und wird auf dem Typenschild des Gerätes in kW (Kilowatt) angegeben.

Niedrigenergiehaus
Niedrigenergiehäuser sind Häuser die den Anforderungen der Energieeinsparverordnung entsprechen. Die Energieeinsparverordnung begrenzt in Abhängigkeit vom Kompaktheitsgrad den Transmissionswärmeverlust des Hauses und den Primärenergiebedarf.

Nutzenergie
Nutzenergie nennt man die Energie die auch wirklich zur Verfügung steht. Dies kann
Wärme-, Kälte-, oder auch Lichtenergie sein. Die Nutzenergie einer Glühlampe ist z.B. das tatsächlich sichtbare Licht.

O [NACH OBEN]

Oberflächentemperatur
Die Oberflächentemperatur von Wänden, Decken, Fußböden und Fenstern beeinflusst das Behaglichkeitsempfinden wesentlich. Sie ist daher bei der Wahl der Soll-Lufttemperatur zu berücksichtigen. Da eine Kompensation über die Luftkonditionierung nicht in allen Bereichen möglich ist, muss ggf. die Einrichtungsplanung angepasst werden. Durch moderne Bautechniken wird diese Einflussgröße sehr viel besser Rechnung getragen als früher (Wärmedämmung, Doppelfassaden etc.) Optimal sind Oberflächentemperaturen etwa gleich der Raumlufttemperatur.

Oberflächenverluste
Anteile der Feuerungsleistung, die über die Oberfläche des Wärmeerzeugers an die umgebende Luft abgegeben werden und daher nicht als nutzbare Heizwärme zur Verfügung stehen.

P [NACH OBEN]

Passive Solarenergienutzung
Das Haus selbst oder Teile davon werden als Kollektor genutzt, wie zum Beispiel bei einem verglasten Wintergarten.

Passivhaus
Mit einer besonders effektiven Dämmung nach dem Prinzip der Thermosflasche wird möglichst viel der im Haus vorhandenen Wärme zurückgehalten und genutzt.

Photovoltaik (Fotovoltaik)
Unter Photovoltaik versteht man die Technik, Sonnenenergie direkt in elektrische Energie umzuwandeln. Früher kam diese in der Energieversorgung von Satelliten mittels sehr teuren Solarzellen zum Einsatz. Da Solarzellen mittlerweile erschwinglich sind, werden sie immer mehr zur Stromerzeugung z.B. auf Dachflächen eingesetzt. Auch in Städten findet man diese bei z.B. Parkscheinautomaten oder Brunnenpumpen.

Pollenfilter
Spezielles Filterelement, das neben "normalen" Schmutzpartikeln auch Pollen aufgrund einer besonders feinen Maschenweite ausfiltert. Besonders interessant für Hausbewohner, die auf bestimmte Luftinhaltstoffe allergisch reagieren.

Primärluftbehandlung
Zentrale Aufbereitung der Zuluft, in der Regel Luft-Förderung, Filterung, Vorwärmung und ggfs. Feuchtekonditionierung umfassend, in Systemen mit verteilter, individueller Nachbehandlung.

Pyranometer
Ein Pyranometer dient der Messung der eintreffenden globalen Sonneneinstrahlung. Mit anderen Worten: Ein Pyranometer ist ein Sensor zum Messen der Strahlungsflussdichte der Sonne (in Watt pro Quadratmeter) mit einem Sichtfeld von 180 Grad.

Q [NACH OBEN]

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R [NACH OBEN]

Radiatoren
Radiatoren sind Heizkörper mit einzelnen Rippen aus Gussmaterial oder Stahl. Durch diese Rippen strömt das Heizwasser. Die Wärmeabgabe erfolgt zu 30 - 40 % durch Strahlungswärme, wobei die Raumluft aber auch Möbel in der Umgebung des Radiators erwärmt werden. Die restliche Wärmeleistung wird über Konvektion abgegeben. Zu den Radiatoren zählen auch die Flachheizkörper, die zunehmend eingesetzt werden. Die Strahlungswärme wird als besonders angenehm empfunden. Zudem sorgen Radiatoren für eine im Vergleich zu Konvektoren geringe Staubumwälzung. Durch den geringen Wasserinhalt stellen sich Radiatoren schnell auf die individuellen Wärmewünsche ein.

Raumheizkörper
Zu den Raumheizkörpern zählen die verschiedenen Arten der Guss- und Stahlradiatoren, Plattenheizkörper, Konvektoren sowie Sonderbauformen, wie z. B. Badheizkörper in Form von Handtuchtrocknern. Der Raumheizkörper gibt die Wärme durch Konvektion (Wärmemitführung) und Wärmestrahlung ab.

Raumluftabhängig
Heiz- und Warmwassergeräte werden dann als raumluftabhängig bezeichnet, wenn sie die für die Verbrennung notwendige Luft aus dem Aufstellungsraum beziehen.

Raumlufttechnik
Raumlufttechnik bezeichnet jede Art der Luftkonditionierung für Räume mittels natürlicher oder mechanischer Luftförderung. Folgende Luftbehandlungsfunktionen sind möglich: Luftfilterung Luftförderung Heizen Kühlen Befeuchten Entfeuchten.

Raumluftunabhängig
Heiz- und Warmwassergeräte werden dann als rumluftunabhängig bezeichnet, wenn sie die für die Verbrennung notwendige Luft nicht aus dem Aufstellungsraum beziehen. Diese Geräte saugen die verbrennungsluft duch ein Rohrsystem von außen an.

Raumtemperatur
Wichtige Einflussgröße für den Wohnkomfort, den Energieverbrauch und die Heizkosten. Laut Heizungsanlagen-Verordnung müssen Heizungsanlagen mit Einrichtungen zur raumweisen Temperaturregelung (z.B. Thermostatventilen) ausgestattet werden. Sie sorgen dafür, dass die gewünschte Raumtemperatur (z.B. Wohnen 20 °C, Schlafen 18 °C, Küche 18 C, Bad 22 °C) automatisch eingehalten wird.

Redundanz
Redundanz ist die Absicherung des unterbrechungsfreien Dauerbetriebs von Anlagen durch automatische Zuschaltung von Reserve-Aggregaten. So werden z.B. bei großen EDV-Räumen üblicherweise mehrere Geräte zur Kühlung eingesetzt, wobei mindestens ein Gerät als Reserve dient, falls eines ausfallen sollte oder zu Wartungszwecken abgeschaltet werden muss.

Regenerative Energien
Erneuerbare Energiequellen wie Sonnenwärme, Wind, Wasserkraft. Ihr Anteil an der Wärmeerzeugung ist derzeit noch sehr gering, er soll aber langfristig ausgebaut werden. Für die Heizung und Warmwasserbereitung ist vor allem die Nutzung der Sonnenenergie mit Solarkollektoren interessant.

RLT-Anlage
Ist eine Kurzbezeichnung für Raumlufttechnische Anlage.

Rückflussverhinderer
Sie werden in Rohrleitungssystemen eingesetzt, um eine unter bestimmten Betriebsbedingungen mögliche Umkehr der Strömungsrichtung zu unterbinden. Als Rückflussverhinderer fungieren Rückschlagklappen, Rückschlagventile und Schwerkraftbremsen.

S [NACH OBEN]

Sanftanlasser
Elektrisches Bauteil, das den Einschaltstrom des Verdichters auf ein vom EVU (Energieversorgungsunternehmen) zugelassenen Wert drückt.

Schalldämpfung
Schalldämpfung kann auf zwei Arten erreicht werden: Durch Absorption oder Reflektion des Schalles. Schalldämpfung durch Absorption: Luftkanal mit Innendämmung Schalldämpfer Schalleigenabsorption des Raumes Schalldämpfung durch Reflektion: Durch Endreflektion (wenn der Schall vom Luftauslass in den Kanal zurückprallt) Eine Gabelung oder Biegung Technische Unterlagen der jeweiligen Hersteller enthalten i.d.R. Angaben in Tabellen oder Diagrammen, nach denen die Dämpfung errechnet werden kann.

Schwerkraftanlage
Der Speicher wird oberhalb des Kollektors auf dem Dach oder unter dem Dach montiert, um die Schwerkraft für den Solarkreislauf zu nutzen. Es wird keine Pumpe benötigt.

Sensible Wärme
Die sensible Wärme ist die Wärmeinhaltsdifferenz infolge Temperaturdifferenz zwischen Zuluft- und Abluftvolumenstrom. Die Bezeichnung ist im Wortsinn nicht korrekt, da die latente Wärme auch "fühlbar" wahrgenommen wird.

Solararchitektur
Integriert Elemente der passiven und aktiven Nutzung der Sonnenenergie in die Planung und kombiniert diese mit Maßnahmen zur Vermeidung von Wärmeverlusten.

Solarchemie
Mit Hilfe der Solarenergie können Chemische Reaktionen in Gang gesetzt werden. Das können photochemische oder solarthermische Reaktionen sein.

Solare Kühlung
Nutzt die überschüssige Sonnenenergie zur Kühlung von Gebäuden oder Geräten in der heißen Tageszeit.

Solarer Deckungsgrad
Gibt den prozentuellen Anteil der benötigten Energie an, der im Jahresdurchschnitt durch die Solarenergie gedeckt wird.

Solarfassade
Fassade die z. B. mit Photovoltaikmodulen, Luftkollektoren, Wabenluftkollektoren oder einer transparenten Wärmedämmung ausgestattet ist.

Solarglas
Hagelfestes Glas mit einem geringen Eisenbestandteil, das dadurch mehr Sonnenstrahlung durchläßt. Als Scheibe deckt es den Flachkollektor nach oben ab und als Röhre bildet es die Hülle für das Vakuum im Vakuumröhrenkollektor.

Solarkreislauf
Kreislauf, in dem die Wärmeträgerflüssigkeit, welche die Solarwärme vom Kollektor abtransportiert und an den Solarspeicher abgibt, zirkuliert.

Solarregelung
Steuert auf elektronischer Basis die Umwälzpumpe und setzt diese in Gang, wenn die Temperatur in den Kollektoren höher ist als im Solarspeicher.

Solarstrom
Solarstrom bezeichnet umgangssprachlich aus Sonnenenergie gewandelte elektrische Energie.

Solarsystem
System aus hocheffizienten Kollektoren und darauf abgestimmten Systemkomponenten.

Solartechnik
Mit Solartechnik wird die technische Nutzung der Sonnenenergie bezeichnet. Aus der Sonnenstrahlung kann Wärme oder elektrische Energie gewonnen werden.

Solarthermie
Umwandlung von Sonnenwärme in direkt nutzbare thermische Energie.

Sommerkassette
Zubehör für Lüftungsanlagen, um die Zuluft im Sommerbetrieb nicht über einen Wärmetauscher leiten zu müssen.

Speicher
Dient zur Überbrückung der zeitlichen Differenz zwischen Sonneneinstrahlung und Energieverbrauch.

Speicherwassererwärmer
In einem Speicherwassererwärmer wird das Trinkwasser vor der Entnahme erwärmt und für den Verbrauch gespeichert. Das Warmwasser ist nach einer gewissen Aufheizzeit mit der eingestellten Temperatur verfügbar. Die Aufheizzeit hängt ab von der Speichergrösse, der Wärmeleistung und der gewünschten Wassertemperatur.

spezifische Wärme
Die spezifische Wärme eines Stoffes ist eine seiner physikalischen Eigenschaften und bezeichnet dessen Wärmekapazität. Sie gibt also an, welche Energie man einem Kilogramm eines bestimmten Stoffes zuführen muss, um die Temperatur um ein Kelvin zu erhöhen.

Stetigregelung
Stufenlose Anpassung der Heizleistung an den aktuellen Wärmebedarf.

Stosslüftung
Kurzzeitiges starkes Lüften (Durchzug) durch offene Fenster oder Türen.

Strahllüftung
Strahllüftung ist die häufigste Art der Lüftung. Die eingeblasene Luft vermischt sich mit der Raumluft (Induktionswirkung). Je nach Ausblasgeschwindigkeit und Temperaturdifferenz dringt der Luftstrahl mehr oder weniger tief in den Raum ein. Die Strahllüftung wird auch als Mischlüftung oder Verdünnungslüftung bezeichnet.

Strahlung
Strahlung bezeichnet den Energietransport von warmen zu kalten Oberflächen ohne Konvektion, d.h. ohne nennenswerte Erwärmung zwischenliegender Luftschichten.

T [NACH OBEN]

Taupunkt
Der Taupunkt ist jene Temperatur, auf die ein Luftpaket abgekühlt werden muss, damit Kondensation (Wasserabscheidung aus der Luft ) eintritt. Am Taupunkt herrscht eine relative Luftfeuchtigkeit von 100%. Der Taupunkt kann beispielsweise aus relativer Feuchte und Temperatur berechnet werden. Bei stiller Kühlung ist die Kühlwassertemperatur oberhalb des Taupunktes, bei dynamischer Kühlung unterhalb.

Telefonie-Effekt
Wenn z. B. zwischen zwei aneinandergrenzenden Zuluft-Räumen eine Übertragung von Geräuschen von einem Raum auf den anderen erfolgt. Kann durch einen sog. "Telefonie-Schalldämpfer" unterbunden und ausgeschlossen werden.

Thermosifonsystem
Montagefertige Kompaktanlage zur Aufstellung auf Flachdächern oder Freiaufstellung sowie zur Montage auf einem geneigten Dach.

Thermostatventil
Das Thermostatventil hat die Aufgabe, die Wärmeabgabe eines Heizkörpers durch mehr oder weniger starkes Drosseln des Heizwasserstroms dem jeweiligen Raum-Wärmebedarf anzupassen. Anwendungsbeipiel Abweichungen von der gewünschten Raumtemperatur können durch Fremdwärmegewinne wie Beleuchtung oder Sonneneinstrahlung hervorgerufen werden. Wenn sich der Raum infolge von Sonneneinstrahlung über den gewünschten Wert hinaus aufheizt, wird der Heizwasser-Volumenstrom automatisch durch das Ventil reduziert. Umgekehrt öffnet das Ventil selbsttätig, falls die Temperatur zum Beispiel nach dem Lüften niedriger ist als gewünscht. So kann mehr Heizwasser durch den Heizkörper fließen und die Raumtemperatur steigt wieder auf den gewünschten Wert an.

Treibhauseffekt
Erwärmung der Erdatmosphäre durch reflektierte Sonneneinstrahlung. Man unterscheidet zwischen dem natürlichen und dem zusätzlichen, vom Menschen verursachten Treibhauseffekt. Für beide sind die sogenannten Spurengase wie Kohlendioxid/CO2, Wasserdampf und Lachgas in der Atmosphäre verantwortlich. Als wirksamste Gegenmaßnahme (Klimaschutz) gilt die Reduzierung der klimagefährdenden Emissionen (insbesondere Kohlendioxid/CO2) durch Energiesparen und den Einsatz kohlenstoffarmer Brennstoffe wie Erdgas.

Treibhausgase
Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Methan bewirken in der Atmosphäre Treibhausgase einen Treibhauseffekt. Dieser hat entscheidenden Einfluss auf das Klima und die Erderwärmung. Die Rolle des Glases wie in einem Gewächshaus, wird hier von den genannten Treibhausgasen übernommen.

Tropfenabscheider
Ein Tropfenabscheider dient zur Aufnahme und Ableitung der kondensierten Luftfeuchte. Der Tropfenabscheider nach dem Kühlregister nimmt die Wassertropfen aus der Luft auf, die durch die Abkühlung der Luft entstanden sind. In der Regel sind die einzelnen Lamellen in einer Kassette eingebaut, durch die die gekühlte Luft geführt wird. Die Lamellen sind meist aus Edelstahl oder aus Aluminium.

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Umkehrdach
Von einem Umkehrdach spricht man wenni der Wärmedämmung oberhalb der Dachabdeckung liegt, wie z.B. bei Flachdächern die nachträglich gedämmt sind.

Ultraschallschweißen
Erstellt eine Schweißverbindung mittels hochfrequenter mechanischer Schwingung unter Druck.

Umlaufwasserheizer
Ein Umlaufwasserheizer ist eine andere Bezeichnung für Durchlaufheizer. Der Durchlauferhitzer ist ein Heizgerät, bei dem das Heizungswasser direkt am Brenner vorbeigeführt und dabei erhitzt wird.

Umluft
Umluft ist ein aus der Abluft in die Zuluft geführter Volumenstrom. Die farbliche Darstellung nach DIN ist gelb.

V [NACH OBEN]

Vakuumdestillation
Bei der Rohöldestillation wird Rohöl unter Atmosphärendruck destilliert. Dabei werden alle Bestandteile des Rohöls wie Gas, Benzin, Petroleum und Gasöl gewonnen, soweit ihr Siedepunkt unter der Arbeitstemperatur von etwa 370 °C liegt. Die Gewinnung weiterer Destillate erfolgt bei nur geringfügig erhöhter Temperatur, jedoch bei deutlich abgesenktem Druck. Als leichteste Fraktion wird Vakuumgasöl gewonnen, die schwereren Fraktionen werden entweder zur Herstellung von Schmieröl oder als Einsatz für Crackanlagen verwendet.

Vakuumröhrenkollektor
Der Absorber befindet sich in einem luftleeren (evakuierten) Glasrohr, wodurch die Energieverluste im Vergleich zum Flachkollektor weiter reduziert und Temperaturen über 200 ° C erreicht werden können.

Ventilatorbauarten
Die Luftförderung erfolgt fast ausschließlich durch Einsatz elektrisch angetriebener Ventilatoren. Diese werden auch Lüfter oder Gebläse genannt. Verschiedene Ventilatorbauarten sind: adialventilator Ansaug axial und Ausblas in radialer Richtung Axialventilator Ansaug und Förderung erfolgen in axialer Richtung Querstromventilator Ansaug und Austritt der Luft erfolgen senkrecht zur Laufachse. Einsatz bei geringen Drücken, z.B. Ventilatorkonvektor Mischformen zwischen den genannten Bauarten sind möglich.

Verdampfer
Wärmeaustauscher, in dem das Kältemittel komplett verdampft und dabei dem Medium auf der Wärmequellenseite (Erde, Wasser oder Luft) die "gespeicherte Sonnenenergie" entzieht.

Verdichter
Oft auch als "Kompressor" bezeichnet. Elektromotorisch betriebenes Bauteil, welches das gasförmige Kältemittel verdichtet (komprimiert) und dabei gleichzeitig auf hohe Temperatur bringt.

Verflüssiger
Wärmeaustauscher, in dem das gasförmig eintretende Kältemittel verflüssigt wird und dabei dem Medium auf der Heizungs-seite (Heizwasser) die Energie, bestehend aus der Energie der Wärmequelle und die Antriebsleistung des Verdichters, abgibt. Ab und zu auch noch als "Kondensator" bezeichnet.

Vollflächenabsorber
Verfügen über vollkommen verdeckte Sammelrohre wodurch Luftwirbel im Kollektor vermieden und Wärmeverluste an der Solarabdeckung verhindert werden.

Volumenstrom
Volumenstrom ist die Bezeichnung für Luftmenge oder Luftleistung in raumlufttechnischen Systemen.

Vorlauf-/Rücklauftemperatur
Temperatur, mit der das erwärmte Wasser im Heizkreislauf der Zentralheizung vom Kessel zu den Heizflächen in den Räumen (Vorlauf) bzw. von dort abgekühlt wieder zum Kessel fließt (Rücklauf). Die Heizungsanlage muss so ausgelegt werden, dass auch bei sehr tiefen Außentemperaturen noch bestimmte Temperaturen im Heizkreislauf erreicht werden. Um die Wärmeverluste zu senken und Energie zu sparen, plant man heute deutlich niedrigere Vorlauf-/Rücklauftemperaturen, z.B. 60/40 °C, während früher 90/70 °C üblich waren.

Vorlauftemperatur
Die Temperatur, mit der das Heizwasser vom Wärmeerzeuger in den Heizkreislauf eingeleitet wird.

W [NACH OBEN]

Wandheizung
Besteht, ebenso wie die Fußbodenheizung, aus feinen Rohrsystemen, die großflächig verlegt werden und durch niedere Heiztemperaturen ein ideales Raumklima schaffen. Sie können auch zur Raumkühlung eingesetzt werden.

Wannenkollektor
Kollektoren, die sowohl für die Freiaufstellung als auch für die In- und Aufdachmontage geeignet sind. Sie bestehen aus einem Vollflächenabsorber, der in einer Aluminiumwanne eingebettet ist.

Weltsolarpreis
Der als Weltsolarpreis bezeichnete Preis wird seit 1998 von den Organisatoren der Photovoltaik-Weltkonferenz vergeben.

Wirkungsgrad
Gibt an, welcher Anteil der auf den Kollektor treffenden Sonnenenergie in nutzbare Wärme umgesetzt wird.

Witterungsgeführte Regelung
Automatische Regelung der Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur in Verbindung mit einem Zeitprogramm. Besonders energiesparend.

Wohnungslüftung
Kombinierte Heizung und Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Der Abluft wird die Wärme entzogen und wieder dem Heizkreislauf zugeführt.

Wärme
Energieform, die man vereinfacht als Bewegungsenergie von Molekülen bzw. Atomen eines Stoffes beschreiben kann. In vielen Stoffen (z.B. Wasser, Luft) bewirkt die Zufuhr von Wärmeenergie eine Temperaturerhöhung.

Wärmebereitstellungsgrad
Bei diesem Wert wird die für den Zuluftstrom bereitgestellte Energie bilanziert. Hierbei wird jedoch rechnerisch die Verdampfung von Wasser und damit die Befeuchtung im Abluftstrom vernachlässigt. Diese Vereinfachung ist zulässig, wenn man annimmt, dass dieser Energieeintrag im Sinne der WschV kostenlos beim Duschen, Kochen oder durch Personen in das Gebäude gelangt. Der Wärmebereitstellungsgrad bezeichnet die zurückgewonnene Wärme, einschließlich der Wärmeerträge durch elektrische Motoren o. ä., die mit dem Zuluftvolumenstrom in das Gebäude gelangt.

Wärmedämmung
Bauliche Maßnahmen, die die Wärmeverluste eines Gebäudes verringern, z.B. Fenster mit Isolierverglasung oder isolierende Schichten an Außenwänden, Kellerdecke oder Dach. Die Wärmedämmung hat entscheidenden Einfluss auf den Heizenergieverbrauch. Deshalb legt die Wärmeschutzverordnung für Neubauten bestimmte Anforderungen fest. Bei bestehenden Gebäuden ist die Verbesserung der Wärmedämmung - bezogen auf die erzielbare Energieeinsparung - in der Regel allerdings aufwendiger als der Einbau eines neuen, sparsamen Heizkessels.

Wärmeerzeuger
Eine Heizung, die Wärme produziert.

Wärmenutzungsanlage (WNA)
Damit ist die Heizungsanlage gemeint. D. h. die Seite, auf der die Heizenergie der Wärmepumpe abgenommen wird.

Wärmepumpe
Nutzt regenerative Energien aus der Umwelt und zwar die gespeicherte Sonnenwärme in der Luft, im Erdreich und im Grundwasser.

Wärmequelle
Die Wärmepumpe nutzt "gespeicherte Sonnenenergie" und zapft diese über einen Kältemittelkreislauf (Kältemittel) an. Diese "Energie von der Sonne" gibt es quasi kostenlos in der Erde (Erdreich), im Wasser (z. B. Grundwasser) und der Luft (Umgebungsluft).

Wärmerückgewinnung
Die aus der Abluft zurückgewonnene Wärmeenergie, die der Zuluft zugeführt wird.

Wärmetauscher
Überträgt die vom Kollektor absorbierte Energie vom Primär- oder Kollektorkreislauf an einen Sekundärkreislauf für Brauchwasser oder Heizung.

Wärmeträger
Flüssigkeit, meist ein Gemisch aus Wasser und lebensmittelechtem Alkohol, welche die Wärme vom Kollektor zum Speicher transportiert.

X [NACH OBEN]

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Y [NACH OBEN]

Yttrium
Am meisten werden Yttriumoxide in Fernsehbildröhren, Leuchtstofflampen und als Yttriumkeramiken in Lambda-Sonden eingesetzt.

Z [NACH OBEN]

Zapfstelle
Alle Stellen zur Entnahme von Trinkwasser. Vor allem Wasserhähne, aber zum Beispiel auch Anschlüsse für die Spülmaschine.

Zeit-Temperatur-Profil
Die Zeit-Temperatur-Profile werden zur Regelung der Warmwasserbereitung eingesetzt. Sie ermöglichen die Vorgabe einer Uhrzeit sowie einer Warmwassertemperatur.

Zentralversorgung
Form der Warmwasserversorgung. Alle Zapfstellen im Haus bzw. in der Wohnung werden zentral z.B. mit einem Warmwasserspeicher versorgt. Im Gegensatz dazu ist in der dezentralen Versorgung für jede Zapfstelle bzw. für jede Gruppe von Zapfstellen (Waschbecken, Dusche, Badewanne im Bad) eine eigene Warmwasserversorgung vorhanden.

Zirkulationsanschluß
Bei der Warmwasserversorgung gibt es u.a. zwei prinzipielle Unterschiede: Systeme mit Zirkulationsanschluß Systeme ohne Zirkulationsanschluß Systeme mit Zirkulationsanschluß verfügen über eine geschlossenes Rohrleitungssystem. Dort zirkuliert Trinkwasser zeit- und/oder temperaturgesteuert zwischen Warmwasserbereiter und Zapfstellen. So steht an der Zapfstelle sofort warmes Wasser zur Verfügung. Bei Systemen ohne Zirkulationsanschluß fließt beim Öffnen des Wasserhahns zunächst kaltes Wasser aus.Während Systeme mit Zirkulationsanschluß höchsten Komfort bieten, haben Systeme ohne Zirkulationsanschluß einen niedrigeren Energiebedarf.

Zirkulationsleitung
Sorgt dafür, dass an allen Zapfstellen im Haus ohne Verzögerung warmes Wasser gezapft werden kann. Mit Hilfe einer Pumpe zirkuliert das Wasser ständig durch die Leitung. Um die Wärmeverluste zu begrenzen, muss sich die Pumpe laut Heizungsanlagen-Verordnung zeit- und temperaturabhängig automatisch ein-/ausschalten. Im Ein- und Zweifamilienhaus sollte überlegt werden, ob man nicht ganz auf die Zirkulationsleitung verzichtet.

Zuluft
Die Luft, die mittels einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einem Zuluft-Raum zugeführt wird, nachdem sie über einen Wärmeaustauscher geführt wurde und sich dort erwärmt hat.

Zuluft-Räume
Zuluft-Räume in der Lüftungstechnik sind Räume, in denen gefilterte und mit Sauerstoff angereicherte - und über einen Wärmeaustauscher einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung - vorgewärmte Luft zugeführt wird. Zuluft-Räume sind Daueraufenthaltsräume wie z. B. Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Hobbyraum, Partykeller, Pflegeraum, etc.

Zuluftbereich
Wohn- bzw. Aufenthaltsbereiche, in denen Zuluft eingeblasen wird (z. B. Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer).